SCG-78


Am 27. November ging es im letzten Spiel vor der Winterpause ausgerechnet gegen den DSV Hannover 1878 zur Sache.Es sollte bereits das dritte Aufeinandertreffen am Mittellandkanal innerhalb von vier Monaten sein. Nachdem man sich im Testspiel Anfang August nach einer starken Performance am Ende mit einem Unentschieden hatte begnügen musste, setzte es im Fritz Raupers […]

Am 27. November ging es im letzten Spiel vor der Winterpause ausgerechnet gegen den DSV Hannover 1878 zur Sache.
Es sollte bereits das dritte Aufeinandertreffen am Mittellandkanal innerhalb von vier Monaten sein. Nachdem man sich im Testspiel Anfang August nach einer starken Performance am Ende mit einem Unentschieden hatte begnügen musste, setzte es im Fritz Raupers Cup Finale Ende August eine bittere, weil verdiente Niederlage. Dementsprechend gut wusste man den Tabellenführer einzuschätzen und dementsprechend heiß war man darauf, sich zu revanchieren.

Wie zu erwarten, startete das Spiel sehr energisch. Nach wenigen Minuten setzte es bereits die erste gelbe Karte für Maurice Riege wegen eines angeblichen Trittes.
So gerieten unsere Germanen von Beginn an in das druckvolle Angriffsspiel der 78er, die nun in Überzahl spielen durften.
Nach etlichen Angriffsphasen der Gäste in unserem 22, die keine Punkte einbrachten, konnte man sich schließlich vom gegenerischen Druck befreien.
Der geistesgegenwärtige Daniel Koch entschied sich gegen den Strafkick in die Gasse und spielte schnell an. Mit einem akkuraten Crosskick überrumpelte er den überraschten Gegner und der Ball landete in den Armen des inzwischen zurückgekehrten Maurice Riege. Dieser konnte etliche Verteidiger hinter sich lassen und über 60 Meter zum Versuch ins gegnerische Malfeld sprinten. Die Erhöhung konnte Daniel von ganz außen auf die Querlatte setzen, von wo der Ball übers Goal hüpfte. Somit stand es etwa zehn Minuten vor Ende der ersten Halbzeit und völlig entgegen des bisherigen Spielverlaufs nun 7:0 für den SCG.
Doch nach dieser Erleichterung ließ die erste Unaufmerksamkeit nicht lange auf sich warten. Direkt nach Wiederankick bekam man unnötigerweise einen Straftritt gegen sich, den der starke Kicker Jan Piosik direkt in drei Punkte ummünzte.
Wenige Minuten später der nächste Rückschlag. Nach schönem Passspiel der 78er konnte der pfeilschnelle Eckdreiviertel Liam Boese freigespielt werden. Jener überwand den verteidigenden Schlussspieler mit einem gefühlvollen Überkick und lief zum Halbzeitstand von 7:10 unter die Stangen.

Kurz nach der Pause konnten die Mannen vom schnellen Graben erneut per Strafkick punkten und den Spielstand somit auf 7:13 erhöhen. In der Folge hatte der SCG Probleme, zurück ins Spiel zu finden. Zu kurzsichtig und hektisch waren die Aktionen der Germanen, was zu schnellen Ballverlusten führte.
Etwa 10 Minuten in der zweiten Hälfte führte dann ein sauberer Konterangriff zum Durchbruch von Tobias Bauer, welcher vor dem letzten Verteidiger auf Jaap Breuste ablegte, der zum Versuch unter die Stangen lief. 7:20.
Das konnten sich die Germanen nicht weiter bieten lassen. Es folgte ein beharrlicher Sturmlauf der Gastgeber, jedoch verblieb die Druckphase der Germanen leider ohne Zählbares.
Dann endlich führte 15 Minuten vor Schluss ein perfekt einstudierter Spielzug zum Anschlussversuch durch Max Eilers. 14:20.
Die Hoffnung war wieder da. Jedoch waren es 5 Minuten später wieder die 78er, die ihre Führung nach schönem Offloadspiel und daraus resultierendem Raumgewinn per Strafkick auf 14:23 ausbauen konnten. Damit war der Gast nun außerhalb der Reichweite unserer Blauen.
Die Germanen warfen in der Folge nochmal alles in die Waagschale, leider jedoch ohne zählbares Ergebnis.

Am Ende musste man sich dem Tabellenführer erneut geschlagen geben, auch wenn man dieses Mal physisch wesentlich besser dagegen gehalten hatte als in den letzten Aufeinandertreffen. Auch die harten Cleanings zeugten von der kontinuierlichen Arbeit, die man im Training zuletzt in diesen Bereich investiert hatte.
Allerdings ließen Angriffsstruktur und Spieltempo zu wünschen übrig, was letzten Endes den Unterschied machte. Dazu kamen viele unnötige Handlingfehler und eine mangelhafte Gasse. Wenn man in der Winterpause an diesen Bereichen genau so fleißig arbeitet wie zuletzt am Kontaktspiel, steht den Germanen eine sehr erfolgreiche Rückrunde bevor.

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