SCG – BRC


m 6. November war der Berliner Rugby Club zu Gast in der List.
Unsere Germanen hatten in den letzten beiden Heimspielen gegen Leipzig und den HRC ordentlich Selbstbewusstsein getankt. Dementsprechend breit war die Brust. Doch man konnte sich auf Seiten des SCG auch noch lebhaft an die 50:0 Klatsche erinnern, die man im letzten Auswärtsspiel vor der Pandemie gegen die Berliner kassiert hatte.
Dass man sich dafür gerne revanchieren wollte, merkte man den Blauen ab Minute Eins an.
Die sonst meist physisch überlegenen Berliner zogen in fast allen Kollisionen den kürzeren und die Germanen gingen stetig nach vorne. Dennoch ließen die ersten Punkte fast bis zur Mitte der ersten Hälfte auf sich warten. Daniel Koch setzte nach einem schönen Pass aus dem Stürmer Pod zum Crosskick an, der wie schon so oft Maurice Riege fand. Dieser konnte im Kontakt den Ball an Maik Hartleb abgeben, der zum Versuch ins Malfeld hechtete. Die Erhöhung misslang leider, doch wenig später konnte Daniel per Strafkick aus schwieriger Position auf 8:0 erhöhen.
Keine 10 Minuten später der nächste wunderschöne Angriff. Nach toller Übersicht von Nico Windemuth und einigen gut getimeten Pässen konnte Felix Hufnagel den letzten Verteidiger binden und Ruben Pollakowski zum zweiten Versuch ins Malfeld schicken. 13:0.
Kurz vor der Halbzeit dann der nächste Treffer! Die Germanen gewannen nach einem Zuckerkick von Felix Hufnagel den Ball an der gegenerischen 5-Meter-Linie und nach einigen Phasen konnte sich Henrik Meyer in die Endzone wuchten. 18:0 zur Halbzeitpause.

Etwa zehn Minuten in der zweiten Halbzeit, kam dann das erste Lebenszeichen des BRC. Die 8 konnte nach einem schönen Anspiel drei Tackles brechen und neben den Goalstangen scoren. Die Erhöhung misslang dennoch.
Fünf Minuten später nahmen die Germanen mit ruhigem Germüt die 3 Punkte und erhöhten auf 21:05.
In der Folge hatten die Berliner nun wesentlich mehr vom Spiel. Sie drückten stetig mehr in Richtung der Endzone des Gegners. Schließlich gelang der Versuch per Pick&Go und mit 21:12 waren die Roten nun wieder im Spiel.
Nach einem weiteren starken Sturmlauf kam es dann zum Knackpunkt des Spiels. Der Ball gelang unter dubiosen Umständen ins Malfeld, wo er totgelegt wurde. Nun waren die Berliner der Meinung, dass es mit ihrem Gedränge an der 5-Meter-Linie weitergehen sollte. Jedoch entschied der Schiedsrichter auf einen 22-Ankick. Während die Gäste noch auf den Schiedsrichter einredeten, schaltete Daniel Koch mal wieder am schnellsten und drosch den Ball weit in die Berliner Hälfte. Sein Bruder Niklas, der ebenfalls schnell reagierte, sprintete hinterher und konnte den Ball nach zwei Verlängerungen mit dem Fuß tatsächlich im gegnerischen Malfeld ablegen. 28:12. Im Basketball würde man von einem 14-Point-Play sprechen. Anstelle des wahrscheinlichen gegnerischen Versuchs die eigenen 7 Punkte und der Bonuspunkt. Das brach den Berlinern das Genick.
Den Rest des Spiels verbrachten die Blauen in der gegenerischen Hälfte und waren drauf und dran einen weiteren Versuch zu legen. Am Ende stand ein 28:12 Sieg zu Buche, der den Berlinern nach einer sehr guten zweiten Halbzeit mit Sicherheit noch etwas Bauchschmerzen bereitet hat. Die Germanen dagegen konnten vollends zufrieden sein, da sie sich insbesondere physisch hervorgetan hatten, was sonst immer die Achillesferse gewesen war.

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