Ein Bericht der Neuen Presse von Uwe Serreck

Die B-Juniorinnen von Germania List können die Meisterschaft in der Regionalliga feiern. Jetzt spielen sie um den Aufstieg in die Bundesliga – und rechnen sich Chancen aus, weil viel Talent in der Mannschaft steckt.
Hannover. Wächst bei Germania List die nächste goldene Generation heran? Die großen Erfolge der Handballerinnen, die in der Saison 2000/2001 in der Bundesliga spielten, liegen über 20 Jahre zurück. Die Mädels der aktuellen B-Jugend haben das Zeug, auch in den nächsten Jahren für Schlagzeilen zu sorgen. Vor dem abschließenden Saisonspiel am Freitag (18 Uhr) beim TV Hannover-Badenstedt wird die Mannschaft von Trainerin Janina Thiemann und Co-Trainerin Nadine Große für die Meisterschaft in der Regionalliga geehrt.
„Das ist eine richtig coole Truppe“, sagt Große, die auch vom Trainerteam im Verein schwärmt. Es gibt einen eigenen Torwarttrainer und Physiotherapeuten, außerdem engagiert sich die frühere Lister Bundesligaspielerin Susanne Wittkowski für den Nachwuchs der Handballabteilung. Dass sich ehemalige Clubgrößen einbringen sei Gold wert, findet die Co-Trainerin.
Die hervorragende Arbeit in der List blieb auch dem Deutschen Handballbund nicht verborgen. Anna Karow bekam im Januar bei einer DHB-Sichtung einen Eindruck, was Leistungssport bedeuten kann. Linksaußen Kaima Neumann und Rückraumspielerin Romy Rang nahmen Anfang April erfolgreich an ihrem ersten U16-Lehrgang teil. Emma Schneeberger trug am vergangenen Wochenende in Bensheim im Rahmen der beiden U16-Länderspiele gegen die Schweiz sogar das erste Mal den Bundesadler.
Was Große besonders stolz macht: Rang und Neumann sind Eigengewächse, die als Minis bei Germania mit dem Handball begannen. Schneeberger wechselte 2023 vom SV Garßen Celle an den Sahlkamp. „Sie ist eine echte Maschine. So ein bisschen Typ Justus Fischer“, schwärmt die Co-Trainerin. Ihr Weg in die Nationalmannschaft war außergewöhnlich. Schneeberger wurde im vergangenen Jahr ohne eine Sichtung absolviert zu haben, direkt zu einem Lehrgang des Handball Verbandes Niedersachsen Bremen eingeladen und hinterließ auf Anhieb Eindruck.